20260224_101642

Lotusblume

Meine Schwester und meine Mama haben sich einen Marienkäfer stechen lassen. 

Ich, der kleine Rebell meinte. Mhme, ja ich mag ein Tattoo aber eines welches für mich gerade persönlich auch eine wichtige Bedeutung hat. 

Meine Lotusblume. Und was sie über Resilienz, Wirkung und das Aufstehen sagt.

Ich hab mir zu Silvester ein Tattoo stechen lassen. Klein. Dezent. Ästhetisch – passend zu jedem Kleidungsstil, nicht zu groß, nicht zu plakativ. Typisch ich.

Eine Lotusblume. Am Handgelenk.

Und weil ich gemerkt hab, wie viele Menschen gefragt haben, was dahintersteckt. Schreibe ich es jetzt auf. Nicht weil ich möchte, dass alle, alles wissen. Sondern weil ich glaube, dass diese Geschichte mehr Menschen betrifft als nur mich.

Vor fast zehn Jahren hab ich meine Coachingausbildung gemacht. Und dort hab ich dieses Symbol zum ersten Mal bewusst für mich genutzt.

Als Coach arbeitest du nah an Menschen. An ihren Themen, ihrer Geschichte, ihrem Schmerz. Das ist schön und es kostet. Wer das nicht kennt, glaubt vielleicht, das sei übertrieben. Wer es kennt, weiß: Energie überträgt sich. In alle Richtungen.

Die Lotusblume wurde mein inneres Bild, um nach intensiven Sitzungen wieder bei mir zu landen. Um das, was nicht meins ist, abperlen zu lassen wie Wasser von einem Lotusblatt. Schutz durch Klarheit. Schutz durch Abgrenzung. Das klingt esoterisch. Ist es nicht. Es ist mentale Hygiene. Und sie hat mir damals das Fundament gegeben, das ich heute noch nutze.

Das Geschenk

Letztes Jahr haben mir meine Eltern ein Licht geschenkt. Eine Lotusblume aus Glas, die leuchtet. Ich hab es aufgestellt und es sofort verstanden. Nicht als Dekoration. Als Symbol. Für Energie. Für Fülle. Für das, was leuchtet, auch wenn es dunkel ist.

Der Spitzname

Und dann hat mich ein besonderer Mensch, für den ich sehr dankbar bin, Lotusblume genannt. Einfach so. Als Spitznamen.

Ich hab kurz innegehalten, als ich das gehört hab. Weil es gestimmt hat. Weil es sich angefühlt hat wie: Ja. Das bin ich.

Und dann kam dieses Jahr

Letztes Jahr war privat eines der härtesten Jahre meines Lebens. Ich sag das ohne Drama aber ich sag es klar: Es hat mich alles gekostet. Körper, Geist und Seele.

Ich befinde mich immer noch im Heilungsprozess. Und ich werde dafür noch eine Weile brauchen.

Das ist Realität.

Und gleichzeitig. Hey ich bin Unternehmerin.

Die Unternehmerin in mir ist Strategin. Macht mich das resilienter? Ja. Ist das eine Ressource? Oh ja, klar doch.

Ich weiß, wann ich mir Unterstützung hole. Ich weiß, wann ich Grenzen setze. Ich weiß, mit welchen Kunden ich arbeiten möchte und mit welchen nicht. Ich weiß, mit welchen Businesspartnerinnen ich mich umgebe und mit welchen nicht.

Das ist nicht Kälte. Das ist Klarheit. Und Klarheit schützt.

Kein Mi-mi-Mensch

Ich bin definitiv kein Mi-mi-Mensch. Auch wenn es mir manchmal vielleicht gut täte, es einfach mal sein zu lassen.

Mein Weg ist: handeln. Lösen. Verarbeiten. Integrieren.

Nicht wegschauen. Nicht so tun als ob. Aber auch nicht im Schmerz versinken und darauf warten, dass es irgendwann aufhört.

Die Lotusblume wächst im Schlamm. Sie braucht ihn sogar. Und sie blüht trotzdem. Nicht obwohl – sondern weil.

Was das mit meiner Arbeit zu tun hat

Ich arbeite mit Menschen, die wirken wollen. Die gesehen werden wollen. Die spüren, dass da mehr in ihnen steckt, als gerade nach außen kommt.

Und ich tue das nicht aus einer theoretischen Perspektive. Ich tue es, weil ich weiß, wie es sich anfühlt, langsam die eigene Wirkung zu verlieren. Sich selbst zu verlieren.

Das spüren meine Klienten. Nicht weil ich es sage. Weil es in meiner Wirkung steckt.

Resilienz ist keine Technik. Sie ist eine Haltung. Und die kann man nicht erklären. Man kann sie nur vorleben oder selbst spüren.

Ich gehe mit dir den nächsten Schritt, weil ich weiß, wie sich dieser Schritt anfühlt. Von innen.

Dafür steht diese Lotusblume

Die kleine Lotusblume an meinem Handgelenk ist Schutz und Erinnerung zugleich.

Erinnerung daran, was mich ausmacht.

An meine Stärke.

An meine Resilienz.

Daran, dass ich in meinem Leben weiß Gott schon viel erlebt hab und noch stehe.

Nicht laut. Nicht plakativ. Aber da. Immer.

Für mich. Und für niemanden sonst.

Und genau das, diese stille, klare, unerschütterliche Präsenz – ist auch das, woran ich mit meinen Klienten arbeite.

Weil echte Wirkung nie an der Oberfläche entsteht.